Rumänieneinsatz im Dezember 2020

Die Woche nach dem dritten Advent sind Matthias, ich und viele Weihnachtspäckchen nach Rumänien gedüst. Die Grenzübergänge dauerten alle zusammen nicht länger als 5min, Halleluja! Auf unserer 7-tägigen Reise waren 12 Besuche geplant, mit Familien, Ehepaaren, Lehrern, alten und neuen Freunden. Wir haben sie gefragt, wie es ihnen in der aktuellen Situation geht, wie ihre Dienste aussehen und konnten sie ermutigen, für sie beten und sie mit finanzieller Hilfe und Weihnachtspäckchen unterstützen. Wir konnten viel Freude bereiten! Viele hatten nicht mehr geglaubt, dass wir uns in dieser Corona-Zeit extra aus Deutschland auf den Weg machen, um sie zu besuchen und sie zu unterstützen.

Für mich am eindrucksvollsten waren die beiden Tage, an denen wir in zwei Schulen und Kindergärten gegangen sind, um dort etwa 500 Weihnachtspäckchen zu verteilen. Aufgrund der aktuellen Lage, durften keine Veranstaltungen stattfinden. Das Nikolaus-Fest fiel aus, die Schule war nur online und alle evangelistischen Aktionen der Gemeinde mussten abgesagt werden. So war unsere Weihnachtspäckchen-Aktion für die Schüler etwas ganz besonderes. Draußen auf dem Schulhof haben wir klassenweise den Kindern die Päckchen überreicht. Danach haben wir mit Übersetzung den Kindern erzählt, warum wir sie beschenken. „Diese Weihnachtspäckchen haben Menschen in Deutschland gepackt, um dir zu zeigen, wie sehr Gott dich liebt. An Weihnachten feiern wir das größte Geschenk überhaupt: Jesus! Gott hat seinen einzigen Sohn auf diese Erde geschickt, um dir zu zeigen, dass du ihm wichtig bist, dass er dir nah sein will, dass er dein Freund sein will!“ Einige der Eltern hatten Tränen in den Augen. Später erfuhren wir, dass etwa 70% der Eltern nicht das Geld hätten so ein Päckchen zu schenken und dass es für die meisten Kinder das einzige Geschenk dieses Weihnachten ist. Die Kinder waren glücklich und ihre Augen haben gestrahlt! Ein Junge ist mir im Kopf geblieben. Als ich gesagt habe, dass Jesus sie liebt, sagte er ganz laut: „Ich liebe Jesus auch!“.

Viele der Kinder haben das Päckchen danach direkt zuhause ausgepackt und viele Bilder geschickt. Ein Mädchen hat vor Freude mit den neuen Stiften und Papier alles abgemalt, was im Päckchen war. Ein Mädchen sagte, dass es der schönste Tag ihres Lebens war. Wir erfuhren, dass in den letzten zwei Wochen in Rumänien Wahlen waren und seitdem viel Streit und Hass in der Stadt und den sozialen Medien umging. Nach unserer Weihnachtspäckchen-Aktion wurden alle Medien mit Fotos und Liebe überflutet und wir waren das Stadtgespräch. Überall wurde über das größte Geschenk an Weihnachten, über Jesus, geredet.

Für viele Menschen konnten wir in dieser schwierigen Zeit ein Segen sein und Liebe schenken. Diesen Segen wollen wir an euch weitergeben, die ihr voller Liebe die Weihnachtspäckchen gepackt habt! Vielen Dank! Gott segne euch!

(Albrecht Tetzner, Mitarbeiter im OscH e.V.)

Wie geht es eigentlich… Teil 2

Liebe Harghita Freunde!
Wir senden Euch Grüße aus dem Camp! Wir würden gerne wissen, wie es Euch allen geht, ob alle sicher und gesund seid.


Über uns aus dem Harghita Camp:
Wir haben einen sehr seltsamen und einzigartigen Sommer hinter uns. Wie wir gesagt haben, mussten wir das Camp bis Mitte Juli schließen. Nach der langen Quarantäne haben wir wieder geöffnet.
Fast alle Feriencamps wurden abgesagt. Wir hatten nur kleine Familiengruppen im Fokus, da wir gemäß den Anweisungen und Einschränkungen 1 Familie im selben Raum unterbringen konnten, alle mit eigenem Bad, Distanz im Speiseraum und in der Kapelle. Beim Bau des neuen Speisesaals haben wir uns beschwert und die Kosten für die Terrasse bereut, aber jetzt, wenn wir keine Terrasse hätten, hätten wir überhaupt nicht arbeiten können. So haben wir den ganzen Sommer über die Mahlzeiten auf der Terrasse serviert.
Wir hatten das Risiko, dass die Inspektionen jeden Tag durchgeführt wurden und jede Behörde zur Inspektion kommen konnte. Am Ende jedes einzelnen Tages dankten wir für einen weiteren Tag, der vergangen war. Da die Geldbußen so hoch waren (5000-10.000 Euro), wussten wir, dass unser gesamtes Einkommen umsonst gewesen wäre, wenn wir eines bekommen hätten.

Wie durch ein Wunder hat Gott uns beschützt, als hätte er eine Wolke geschickt, um den gesamten Ort zu bedecken, und alle Behörden mieden das Lager, während alle anderen Orte um uns herum ständig Inspektionen und Geldstrafen hatten. Lobt Gott, wie mächtig er ist!
In einer der Wochen hatten wir anstelle von 260 Personen nur 26 Gäste. Es war schwierig, mit allen Vorschriften Schritt zu halten, und das Problem war, dass wir die Inspektoren nicht davon überzeugen wollten, zu kommen, da wir nie wussten, was passieren könnte. Wir haben jeden einzelnen Gast geschätzt, da wir wussten, dass dies der einzige Weg ist, um ein Einkommen zu erzielen.
Wir haben 6 Wochen gearbeitet, im Vergleich zum Vorjahr waren es 20% Kapazität, und dieses Einkommen reicht leider nicht wirklich aus, um das Camp aufrechtzuerhalten.

Drei Monate lang haben wir Hilfe von der Regierung bekommen, den Mindestlohn für das Personal zu zahlen, aber sobald wir öffnen konnten, gab es keine Möglichkeit, staatliche Unterstützung zu beantragen. Der Staatshaushalt hat auch kein Geld mehr, es ist in jeder Hinsicht ein Chaos, da die Wirtschaft so sehr gelitten hat, gibt es keine Hoffnung, dass wir Hilfe bekommen könnten, außerdem können wir immer noch Inspektionen erwarten, da dies für die Regierung jetzt der einzige Weg ist um etwas Geld zu verdienen. Wir kämpfen ums Überleben. Wir hatten gehofft, im Herbst an den Wochenenden arbeiten zu können. Aber seit der ersten Septemberwoche, mit einer Ausnahme, haben alle Gruppen abgesagt, einige am Tag bevor sie kommen sollten. Und wir könnten nichts dagegen tun.

Es ist frustrierend, überwältigend, aber wir wissen, dass Gott die Kontrolle hat. Er weiß auch, dass das Lager überleben muss. Wir wollen diesen Ort pflegen und das Personal bezahlen. Sonst nichts. Wir tun einfach alles, um bereit zu sein, wenn wir wieder Gäste haben können. Wir sehen das Licht am Ende des Tunnels noch nicht, aber wir geben unser Bestes, hoffen und vertrauen dem allmächtigen Gott, der weiß, was los ist. Nochmals vielen Dank für Eure Gebete, Unterstützung und Fürsorge. Es ist wunderbar zu wissen, dass es Engel gibt, die uns beschützen, und es gibt Menschen, die für uns beten und uns lieben.

Danke, dass du unser Freund bist. Möge Gott auch Dich segnen, Dich in jeder Hinsicht beschützen, möge der Herr uns die Gnade geben, uns bald wieder treffen zu können.

Der Herr ist mein Hirte, mir fehlt nichts. Er lässt mich auf grünen Weiden liegen, er führt mich neben ruhiges Wasser, er erfrischt meine Seele. Er führt mich um seines Namens willen auf den richtigen Wegen. Obwohl ich durch das dunkelste Tal gehe, werde ich nichts Böses fürchten, denn du bist bei mir; Dein Stecken und Stab trösten mich. Sie bereiten einen Tisch vor mir in Gegenwart meiner Feinde vor. Du salbst meinen Kopf mit Öl; meine Becher läuft über. Wahrlich, deine Güte und Liebe werden den Tagen meines Lebens folgen, und ich werde für immer im Haus des HERRN wohnen. Psalm 23.

Mit viel Dankbarkeit und der Liebe Christi an dich denken,
Zoltan und Erika Joo.

Diese Zeilen sind die Übersetzung des aktuellen Newsletters. Wenn ihr dieses Projekt in Rumänien mit Finanzen unterstützen wollt, gebt im Verwendungszweck „Harghita Camp“ an.

Wie geht es eigentlich…

  • Thomas und Rosina Depner?

Wir stehen in regelmäßigem telefonischem Kontakt. Als Familie Mühlbauer zum Urlaub und Besuchsdiensten im August in Rumänien waren, hatten sie auch vor, auf der Rückreise die beiden zu besuchen. Doch wenige Tage zuvor erzählte mir Rosina am Telefon, dass ihre im Ort wohnenden Kinder sich mit eindeutigen Corona-Symptomen in häuslicher Quarantäne befinden würden. Daraufhin verzichteten Mühlbauers vorsichtshalber auf diesen Besuch. Es erwies sich als die richtige Entscheidung, denn kurz darauf meldeten sich die Kinder mit der Nachricht, dass beide Eltern sich in kritischem Zustand im Krankenhaus befinden würden. Und sie baten um Fürbitte. Dem kamen wir gern nach und waren dankbar, dass sie nach zwei Wochen das Krankenhaus verlassen durften. In dem ersten Telefongespräch erzählten sie mir von der Dramatik ihrer Erkrankung, von den schwierigen Bedingungen des Krankenhauses, aber auch von dem glücklichen Umstand, gemeinsam in einem Zimmer untergebracht worden zu sein. So konnte Rosina ihrem Mann in seinem viel schwierigeren Zustand zur Seite sein und die beiden vor allem miteinander beten. Sie sagten mir, dass sie beide auch bereit waren, abgerufen zu werden. Voller Dankbarkeit leben sie nun wieder zu Hause und lassen alle grüßen, die für sie gebetet haben.

  • Ilja und Liuba Altmann?

Es zeichnete sich schon Anfang des Jahres ab, dass die beiden aus Alters- und gesundheitlichen Gründen keine weiteren Besuchsreisen nach Moldawien und Transnistrien unternehmen können. Sowohl für sie als auch für uns war es nach 20-jährigem gemeinsamen Dienst einerseits ein sehr schmerzliches Realisieren, andererseits aber auch ein dankbares Zurückschauen und Festhalten der von Gott geschenkten Möglichkeiten. Seit Anfang des Jahres haben Maria und ich die beiden dreimal in Potsdam besuchen können.

Sie stehen in regelmäßigem Telefonkontakt mit ihren Kindern und Freunden in Moldawien.

Mit Beginn der Corona-Krise schloss Moldawien seine Landesgrenzen. Damit war uns auch die Möglichkeit genommen, finanzielle Mittel zur weiteren Unterstützung der sieben jüdisch-messianischen Gemeinden in Moldawien und Transnistrien (die von Altmanns auf ihren Reisen besucht wurden) im Frühjahr (ohne Altmanns) persönlich zu überbringen. Wir hatten gehofft, im Herbst reisen zu können. Doch auch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. So bleibt der Kontakt sporadisch auf Mails oder WhatsApp (vor allem zu den jüdischen Feiertagen) beschränkt. Doch vor allem durchs Gebet wollen wir füreinander einstehen und möchten auch Euch gerne Mut dazu machen. Die Not für die zumeist alten und kranken Geschwister ist auf dem Hintergrund unserer Krankenversicherung und unseres Gesundheitswesens kaum nachvollziehbar. Erst recht, wenn die Versorgung von Alleinlebenden durch die Quarantänemaßnahmen gefährdet ist.

Sowie die Grenzen passierbar sind, würden wir gerne zumindest finanzielle Unterstützung an die Geschwister geben wollen. Darum laden wir gerne ein, auf unser dafür eingerichtetes internes „GILA-Konto“ zu spenden.

1.10.2020    Johannes Steinmüller

Zu schön, um wahr zu sein!

Vom 9.-14. Dezember waren wir in Rumänien unterwegs und haben Weihnachtspäckchen in Schulen und Familien verteilt. In Vlahita, einem ungarischsprachigen Dorf in den Karpaten, besuchten wir  eine Grund- und eine Oberschule und durften etwa 550 Kinder mit einem Päckchen Freude machen. Außerdem konnten wir 50 Sweatshirts mit einer christlichen Botschaft an die 15-16jährigen verschenken.

Viele dieser Kinder sind aus Zigeunerfamilien und für sie sind es die einzigen Weihnachtsgeschenke, die sie bekommen. Die Familien haben oft acht oder mehr Kinder, die zur Schule kommen, weil es dort warm ist und es einen Pausensnack gibt. Wir sahen in viele fröhliche Gesichter, manche der Kids ließen lieber den Ranzen stehen, um das Päckchen tragen zu können.

Die Jugendlichen, denen wir die Pullover schenkten, wunderten sich am nächsten Tag noch, warum wir einfach so kommen und ihnen etwas ohne Gegenleistung und Erwartungen schenken. Die Direktorin erzählte uns davon. Mit ihr saßen wir dann im Büro und hatten die Möglichkeit, mit ihr über die Bedeutung von Weihnachten zu sprechen. Gott schenkt uns seinen Sohn, ganz ohne unsere Leistung- einfach nur, weil er unser Freund sein will. So lebendig verknüpfte sich unsere Geschenkaktion mit der guten Nachricht von Jesus.

Besuchsfahrt nach Moldawien


Im Oktober waren unsere Mitarbeiter Johannes und Maria Steinmüller zusammen mit Gerd Reißig aus Mecklenburg wieder in einer der entlegensten Ecken Europas unterwegs. Nach Moldawien verirren sich kaum Touristen aus dem Westen, geschweige denn in das davon abgespaltene Transnistrien.
Ilja und Ljuba Altmann sowie die Orte Bălţi, Tiraspol und Bender sind für viele, die unsere Arbeit kennen, sicherlich vertraute Namen. Zusammen mit Ilja fuhren unsere Leute zu diesen Stationen. Sie besuchten drei der dortigen jüdisch-messianischen Gemeinden, nahmen Anteil am Ergehen der Menschen und am Gemeindeleben. Auch dank Ihrer Spenden können wir die Menschen finanziell sowie mit Lebensmitteln unterstützen, die wir z. T. vor Ort kaufen. So auch diesmal.
Das Rentenniveau und die Lebensmittelpreise in diesen Ländern stehen in keinem Verhältnis. So kann man verstehen, wie sehr die Menschen auf jede Unterstützung angewiesen sind.
Die Dankbarkeit und Wertschätzung der Beschenkten ist sehr anrührend. Als Johannes und Gerd einmal nach einem messianischen Gottesdienst draußen warteten, kamen Frauen aus dem Gemeindehaus auf sie zu und bedankten sich auf Russisch/ Jiddisch/ Deutsch bei ihnen. Eine der Frauen sagte zu Johannes: „Isch liebe disch.“

Wir sind dankbar, auf diese, wenn auch auf unvollkommene Weise, für das jüdische Volk ein Segen sein zu können.
Unser Quartier in Moldawien ist eine Caritas-Station in der Kleinstadt Stauceni bei Kishinjew. Wir freuen uns, dass wir bei diesem Besuch dem katholischen Priester für den Kindergarten seiner Gemeinde eine dringend benötigte Spende übergeben konnten. Wie es mit diesen Besuchsfahrten angesichts des hohen Alters und des Gesundheitszustandes von Ilja und Ljuba Altmann weitergeht, wissen wir nicht.
Bitte betet weiter für sie und für die Menschen in Moldawien und Transnistrien!

850 kg

850 kg haltbare Lebensmittel haben wir in den letzten Tagen von verschiedenen Gemeinden vom Erntedankfest bekommen. Wir freuen uns total über diese Menge. Jetzt packen wir daraus Pakete für Familien, die bis zum Advent in der Ukraine, in Moldawien und in Rumänien verteilt werden.
Unser Anliegen ist es, Menschen eine kleine Freude zu machen und sie an die Liebe Gottes zu erinnern und mit der guten Nachricht von Jesus zu erreichen.

Erste Päckchen!

Bei 20 Grad Celsius packen wir die ersten Weihnachtspäckchen für unsere diesjährige Aktion. Wir wollen mehrere Hundert Päckchen im Advent in Rumänien an Schulen, Kinderheimen und in Familien verteilen. Für die Kids ist es eine riesige Freude und für unsere Partner vor Ort eine Möglichkeit, Menschen mit der Liebe Gottes zu erreichen. Wir brauchen eure Unterstützung. Bis Ende November könnt ihr fertiggepackte Kartons bei uns abgeben oder gerne auch Füllmaterial in Form von Stiften, Pinsel, Lineal, Zahncreme, Schokolade usw bei uns abgeben. DANKE!