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Einmal Warschau und zurück

Im Oktober fuhren wir zur „Farm in Olesin“ in der Nähe von Warschau. Als Verein unterstützen wir dieses Projekt seit vielen Jahren sowohl finanziell als auch ganz praktisch, wie beispielsweise durch Erntedankgaben. Die „Farm“ ist Teil des Vereins „Olivenbaum“. Das Herzensanliegen dieser Arbeit ist es, jüdische Menschen in der Ukraine, Weißrussland, Polen und Russland zu unterstützen. Dies geschieht durch humanitäre Hilfe für Holocaustüberlebende und deren Familien, die Unterstützung jüdischer Sonntagsschulen, Altenbetreuung und Besuchsdienste, den Betrieb von Suppenküchen für bedürftige jüdische Menschen sowie die Organisation von Kindercamps und „Ferien mit der Bibel“. Alle diese Dienste sind vom Anliegen der Versöhnung geprägt.

Als wir am Abend auf der Farm ankamen, wurden wir von Gustav M. herzlich begrüßt. Gemeinsam mit seiner Frau Maria leistet er dort seit vielen Jahren – unterstützt von weiteren Mitarbeitern – einen unglaublich wertvollen Dienst. Er erzählte uns bewegt von den Sommercamps „Ferien mit der Bibel“, zu denen sie regelmäßig jüdische Kinder aus der Ukraine und oft auch deren Mütter einladen. Diese Camps werden durch Spenden finanziert und sind somit für die Teilnehmer kostenlos. Da die meisten von ihnen kaum Berührungspunkte mit dem jüdischen Glauben haben, vermittelt das Team vor Ort ihnen in dieser Zeit die eigenen geistlichen Wurzeln.

Hier im Bild Gustaw mit seiner Tochter Anya

Er berichtete uns auch von den Suppenküchen in der Ukraine, die sie unterstützen. Dort können bedürftige jüdische Menschen täglich eine vollwertige, warme Mahlzeit kostenlos erhalten. Diesen Sommer haben sie dann auch für diese Menschen ein Camp auf der Farm organisiert, bei dem es um die Bibel, den Ursprung und den Kern des jüdischen Glaubens ging. Und immer wieder geht den Gästen „ein Licht auf“, sie staunen und verstehen. So beginnt Glaube in ihren Herzen zu wachsen.

Tief beeindruckt hat uns bei unserem Besuch vor allem die tiefe Hingabe der Mitarbeiter vor Ort. Sie sind bereit, Jesus zu dienen, indem sie sich treu um Menschen kümmern, die materiell und geistlich bedürftig sind. Und sie erleben im Vertrauen auf Gott, wie er sie versorgt und wie er Menschen persönlich begegnet.

Es hat uns nachdenklich gemacht im Hinblick auf die Frage: Bin ich bereit, Jesus nachzufolgen? Ihm mein Leben hinzugeben, koste es, was es wolle? Wie weit hänge ich an Sicherheiten und Komfort? Uns hat diese Begegnung neu vor Augen geführt, was Jesus tun kann, wenn Menschen ihm nachfolgen.