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Winter in der Ukraine – Gemeinsam Menschen durch den Winter helfen

Shalom, liebe Freunde!

Seit mehr als vier Jahren leidet die Ukraine unter den dramatischen Folgen des Krieges. Von Anfang an haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten versucht, die Zivilbevölkerung auf vielfältige Weise zu unterstützen. Doch der Bedarf ist nach wie vor enorm, während unsere finanziellen Mittel begrenzt sind.

Unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass insbesondere die Wintermonate für die Menschen in der Ukraine eine große Herausforderung darstellen. Extreme Kälte, Stromausfälle, fehlende Heiz- und Wasserversorgung sowie beschädigte Infrastruktur machen den Alltag zu einem täglichen Kampf um die grundlegendsten Dinge. Besonders hart trifft es Menschen, die ohnehin in schwierigen Lebenssituationen leben: Bedürftige, ältere und kranke Menschen sowie alleinstehende Personen. Viele von ihnen gehören zu den jüdischen Gemeinden in der Zentralukraine, mit denen wir seit vielen Jahren verbunden sind und die wir regelmäßig unterstützen.

Deshalb möchten wir auch in diesem Winter an der Seite der Menschen stehen, die unsere Hilfe besonders dringend benötigen.

Das können wir jedoch nicht allein. Wir brauchen eure Unterstützung und möchten euch deshalb fünf konkrete Hilfsprojekte vorstellen. Vielleicht ist eines davon besonders nah an eurem Herzen und ihr möchtet euch an der Finanzierung beteiligen.

Projekt 1: Warme Mahlzeiten

In Saporischschja, einer Stadt, die nur etwa 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt, unterstützen wir finanziell den Betrieb einer kommunalen Suppenküche.

Seit Beginn des Krieges sind rund 500.000 Menschen aus den östlichen Regionen der Ukraine nach Saporischschja geflohen. Unter ihnen sind viele ältere und kranke Menschen, Alleinstehende und Menschen, die dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei auch der jüdischen Bevölkerung, die aus den betroffenen Gebieten stammt und ebenfalls unter den schwierigen Lebensbedingungen und den Folgen des Krieges leidet.

Die staatlichen Unterstützungsleistungen reichen häufig nicht aus, um eine angemessene Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Für viele Menschen ist eine warme Mahlzeit deshalb weit mehr als nur eine materielle Hilfe. Sie bedeutet ein Stück Sicherheit und Unterstützung in einer schwierigen Zeit. Sie zeigt ihnen zugleich, dass sie trotz Krieg und Unsicherheit nicht vergessen sind und nicht allein gelassen werden.

Je nach Sicherheitslage werden die Mahlzeiten auf unterschiedliche Weise ausgegeben. In ruhigeren Zeiten werden sie direkt in der Suppenküche zubereitet und vor Ort ausgegeben. Bei zunehmenden Kampfhandlungen und höherer Gefahr werden die Speisen in hygienischen Einwegbehältern bereitgestellt, damit die Menschen sie sicher zu Hause essen können.

So kann die Versorgung auch dann aufrechterhalten werden, wenn ein persönlicher Besuch der Suppenküche nicht möglich ist. Durch unsere finanzielle Beteiligung helfen wir, regelmäßig warme Mahlzeiten bereitzustellen und flexibel auf die wechselnde Situation vor Ort zu reagieren.

  • Aktueller monatlicher Finanzierungsbedarf: 2.500 €
  • Projektzeitraum: Oktober 2026 bis März 2027 (6 Monate)

Projekt 2: Lebensmittelpakete für die jüdische Bevölkerung

Für viele Menschen, die in der Ukraine geblieben sind, stellen Lebensmittelpakete mit länger haltbaren Produkten eine wichtige Unterstützung dar. Das gilt insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, bettlägerige Personen und Alleinstehende. Aufgrund ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes oder ihrer schwierigen Lebensumstände können sie sich oft nicht mehr selbst ausreichend mit Lebensmitteln versorgen.

Seit vielen Jahren finanzieren, kaufen und verteilen wir gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern Lebensmittelpakete mit wichtigen Grundnahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Die Pakete gehen vor allem an Mitglieder jüdischer Gemeinden in Kiew und der Region Kiew, mit denen uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Dank des engagierten Einsatzes unserer freiwilligen Helfer kommt die Unterstützung direkt bei den Menschen an, die sie benötigen.

Diese Hilfe möchten wir auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Unser Ziel ist es, gerade diejenigen zu erreichen, denen es besonders schwerfällt, sich selbst mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen. Sie sollen sich auf regelmäßige Unterstützung verlassen können und in ihrem Alltag spüren, dass sie nicht vergessen werden.

  • Projektzeitraum: Oktober 2026 bis März 2027, monatlich 2.000€

Projekt 3: Brotproduktion und Trinkwasserversorgung

Die anhaltenden Angriffe und die schwierige, unzuverlässige Stromversorgung führen dazu, dass die Versorgung mit grundlegenden Lebensmitteln immer schwieriger wird. Stromausfälle und die ohnehin belastenden Lebensbedingungen erschweren es vielen Menschen, sich selbst eine warme Mahlzeit zuzubereiten und ihren täglichen Bedarf zu decken.

In den vergangenen Jahren haben wir bereits die Herstellung von vergünstigtem Brot sowie den Einkauf von Trinkwasser finanziell unterstützt. Brot und Wasser wurden anschließend regelmäßig an die Bevölkerung in Kiew und der umliegenden Region verteilt. Damit konnten wir Menschen, die besonders unter den Kriegsfolgen leiden, ganz praktisch mit lebensnotwendigen Dingen versorgen.

Der Bedarf vor Ort ist jedoch weiterhin sehr groß. Immer wieder erreichen uns Bitten, die Brotlieferungen auszuweiten. Besonders betrifft das die Bewohner folgender Orte:

  • Vorzel und Butscha
  • Fastiw
  • Perejaslaw
  • Iwankiw
  • Irpin

Für viele Menschen ist die regelmäßige Versorgung mit Brot und Trinkwasser angesichts der anhaltenden Not, der Unsicherheit und der eingeschränkten Versorgungsmöglichkeiten von entscheidender Bedeutung.

Wir möchten unsere bisherige Unterstützung deshalb fortsetzen und möglichst noch mehr Menschen erreichen. Unser Anliegen ist es, die Versorgung mit diesen grundlegenden Lebensmitteln sicherzustellen und den Betroffenen damit ganz konkret im Alltag zu helfen.

Projekt 4: Mobiler humanitärer Hilfsstützpunkt

Auch weiterhin ist die Ukraine von Angriffen, beschädigten Wohnhäusern und Infrastruktureinrichtungen, Stromausfällen und anderen Notsituationen betroffen. Gerade in solchen Momenten brauchen Menschen vor allem schnelle und unkomplizierte Hilfe: einen warmen Ort, an dem sie sich aufwärmen können, eine warme Mahlzeit, Trinkwasser, heißen Tee und einen Anlaufpunkt, an dem sie Unterstützung erhalten.

Deshalb möchten wir in Kiew für die Dauer von zwei Wintermonaten einen mobilen humanitären Hilfsstützpunkt einrichten.

Herzstück des Projekts ist ein entsprechend ausgestattetes mobiles Hilfszelt. Dort sollen täglich etwa 50 Menschen Unterstützung finden können.

Das Zelt soll folgende Möglichkeiten bieten:

  • Ausgabe warmer Mahlzeiten
  • Bereitstellung von Trinkwasser
  • Zubereitung und Ausgabe von heißem Tee
  • Lagerung dringend benötigter Hilfsgüter
  • Vorübergehender Schutz und eine Anlaufstelle für Menschen in Not

Mit diesem Projekt möchten wir schnell und direkt dort helfen, wo Menschen infolge des Krieges und der winterlichen Bedingungen dringend Unterstützung benötigen.

Projekt 5: Transport von Gasflaschen

Während der Wintermonate leiden die Menschen in der Ostukraine besonders unter der eisigen Kälte und den eingeschränkten Möglichkeiten, warme Mahlzeiten zuzubereiten. In vielen Haushalten sind die Lebensbedingungen ohnehin äußerst schwierig. Der begrenzte Zugang zu Energie und Heizquellen verschärft die Situation zusätzlich.

Wir möchten auf diesen konkreten Bedarf reagieren und den Transport von 100 Gasflaschen in die Ostukraine organisieren. Diese sollen direkt an einzelne Haushalte verteilt werden.

Für Menschen, die täglich mit den Folgen des Krieges und dem Mangel an lebensnotwendigen Dingen kämpfen, bedeutet diese Unterstützung weit mehr als nur praktische Hilfe. Sie ist auch ein Zeichen der Solidarität und der menschlichen Verbundenheit. Wir möchten insbesondere die Familien erreichen, die sich in einer besonders schwierigen Lage befinden, und ihnen ganz konkret durch die Wintermonate helfen.

Mit dem Transport der 100 Gasflaschen können wir die alltägliche Versorgung vieler Haushalte verbessern und den Menschen zeigen: Ihr seid nicht vergessen. Wir stehen an eurer Seite.

Wir brauchen eure Unterstützung!

Die Not ist groß, die finanziellen Möglichkeiten unserer Unterstützer sind jedoch begrenzt. Trotzdem kann jeder Beitrag einen Unterschied machen.

Vielleicht liegt euch eines der vorgestellten Projekte besonders am Herzen und ihr möchtet euch gezielt dafür einsetzen. Darüber würden wir uns sehr freuen.

Ihr könnt ein Projekt vollständig finanzieren, euch mit einem Teilbetrag beteiligen oder einfach den Betrag geben, der euch möglich ist.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass ältere, kranke und alleinstehende Menschen sowie Familien in der Ukraine auch in diesem Winter nicht ohne Hilfe bleiben.

Vielen Dank, dass ihr an unserer Seite steht und die Menschen in der Ukraine nicht vergesst.

Im Namen aller Beteiligten und besonders im Namen der Menschen, denen diese Hilfe zugutekommt, sagen wir von Herzen Danke für jede Unterstützung!

Die Informationen über die Hilfsprojekte erhalten wir von unseren Freunden der Fundacja Polania, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Wir schätzen ihren Einsatz und unterstützen ihre Arbeit finanziell.
Verwendungszweck: Juden/ Ukraine