Vater-Kinder-Wochenende

Wir Männer lieben ja das Abenteuer – deshalb trafen wir uns Ende Juni zum Vater-Kinder-Wochenende an der Talsperre Kriebstein. Dort konnten wir gemeinsam mit unseren Kindern draußen kochen und essen, im Zelt schlafen und die schöne Landschaft an der Talsperre genießen.

Am Samstag zogen wir nach dem Frühstück mit den Kanus los und überquerten nahezu die ganze Talsperre – hin und zurück fast 20km. Nach dem ein- oder anderen Seegefecht legten wir an, gingen Baden und unsere Kinder versuchten mit der Hand kleine Fische zu fangen. Abends konnten wir dann müde, aber glücklich, auf der Wiese vor unseren Zelten essen. Nebenbei schauten wir uns die Vater-Kinder-Beziehung aus der Sicht der Bibel an – siehe z.B. Maleachi 3,24.

Am Sonntagvormittag unternahmen wir eine Schatzsuche durch den steilen und felsigen Wald neben der Talsperre und schlossen mit einem Picknick ab.

Danke an alle, die mit dabei waren für die schöne Zeit mit euch! (mg)

LKW Beladung in Tauscha

Was eigentlich etwa 4 Stunden dauert, kann man sich hier in drei Minuten ansehen. Viel Spaß mit unserer LKW Beladung.

Wir sammeln Hilfsgüter, um sie an Menschen in schwierigen Lebensumständen weiterzugeben. Aus diesem Grund bitten wir um ausschließlich sehr gut erhaltene Hilfsgüter:

Unser Anliegen 

  • Bekleidung für Erwachsene und Kinder
  • Bett- und Tischwäsche, Handtücher
  • Alles bitte gewaschen und ohne Schäden. Keine abgetragenen, unsauberen oder alten Kleidungsstücke. Unterwäsche, Strümpfe und Socken nur neuwertig. Schuhe nur in gutem Zustand. Bitte keine aus- und abgetretenen oder ungeputzten Schuhe.
  • Verpackung: bitte nur Bananenkartons, keine größeren Kartons

Technische Geräte sammeln wir in der Regel nur, wenn wir um konkreten Bedarf wissen. Darum bitten wir um vorherige Absprache.

  • Geräte sollten in einem guten und funktionsfähigen Zustand sein, gereinigt und evtl. auch mit nötiger Gebrauchsanleitung versehen.
  • Fahrräder, Kinderwagen bitte nur in sehr gutem Zustand. Waschmaschinen oder Kühlschränke nicht älter als ca. 8 Jahre.

Rückblick Jugendwoche 2019

Schlag den Mitarbeiter! – Es ist Dein Kampf!

Zu diesem Thema trafen sich insgesamt 53 junge Leute hier in Tauscha zur Jugendwoche. Neben lustigen, kreativen Wettkämpfen zwischen Mitarbeitern und Teilnehmern ging es vor allem um den Kampf, in den wir als Kinder Gottes gestellt sind. Christsein ist nicht einfach so nach dem Motto „Mit Jesus wird alles gut“. Viele der Teilnehmer erzählten uns von den Herausforderungen im Alltag, von Ausgrenzungen und dem tiefen Wunsch, dazuzugehören. Doch ist das möglich für uns Christen? Keine einfache Frage, der wir in dieser Woche auf den Grund gegangen sind. Es ging um den Glaubenskampf, den Kampf gegen unser Ego, den Kampf, anders zu sein, den Kampf um unser Herz und Vergebung und um die anderen Kämpfe im Alltag. Wir konnten die Teenies ermutigen, dass der Kampf nicht vergeblich ist, dass ein kostbarer Preis winkt und dass sie in allen Kämpfen nicht allein sind. „It may look like i´m surrounded, but i´m surround by you“-  „Auch, wenn es scheint, dass ich umzingelt bin, bin ich umgeben von dir.“ Wir sind tief bewegt davon, dass viele mit Jesus leben wollen, aber das im Alltag für sie so schwer ist, weil oft keine anderen Christen in der Klasse sind. Es ist ein Kampf, der um die Jugendlichen tobt. Wir möchten Euch bitten, für sie zu beten, dass sie starke Kämpfer werden für Jesus, tief verwurzelt im Glauben und Vertrauen auf Gott.

Wir hatten eine richtig starke Woche mit Lagerfeuer, vielen coolen Workshops, sportlichen Aktionen, Kleingruppen, Escape-Room-Spiel, einem großen Duellabend „Schlag den Mitarbeiter“ (den die Teilnehmer mit Triumph gegen die Mitarbeiter gewonnen haben), Tischtennis und einfach guter Gemeinschaft! Zum Segnungsabend haben über 20 der Teenies ihre Entscheidung für Jesus erstmalig oder wiederholt festgemacht. Wir danken unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren Einsatz von Zeit, Kreativität, Kraft und Liebe! Es ist immer wieder eine Ehre und Freude für uns, mit Euch gemeinsam Gott zu dienen!

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Abschluß der Jüschu

Der 17. Jüngschaftsschuljahrgang liegt hinter uns und wir blicken staunend und dankbar auf ein gesegnetes Jahr zurück. Am Mittwoch vor dem letzten Wochenende war völlig unklar, ob dieses überhaupt stattfinden kann. Der Sturm hatte die Dächer so stark geschädigt und Haufen lose Ziegel auf dem Dach, einige kaputte Scheiben, Chaos im Hof hinterlassen. Dank der schnellen Hilfe unseres Dachdeckers wurden dann innerhalb zweier Tage die Dächer gesichert, so dass die Jüngerschaftsschule starten konnte.

Es wäre sehr schade gewesen, dieses Wochenende ausfallen zu lassen, denn der Abschluss ist jedesmal  ein Highlight. Am Lobpreisabend sollte dann jeder Jüngschaftsschüler kurz erzählen, wie die Jüschu sein Leben im letzten Jahr beeinflusst hat, was er in diesem Kontext mit Gott erlebt hat. Und dann werden die Schüler noch von ihren Mentoren gesegnet. Einige kurze Ausschnitte dieser Zeugnisse:

„Als ich das letzte Jahr ein Wochenende hier dabei war um mir anzusehen, was Jüschu ist, hat mich der Lobpreisabend fast umgehauen und ich dachte: ,Hier muss ich hin.´ Ich erlebte Gott, seine Kraft, seine Liebe und ich wusste, dass ich das für mich persönlich auch möchte. In diesem Jahr ist sehr viel in meinem Herzen passiert und meine Beziehung zu Jesus ist gewachsen.“

„Gott ist absolut vertrauenswürdig. Er hat den Blick über die Zeit hinaus. Er hat die Kontrolle über mein Leben.“

„Ich war mir manchmal unsicher, ob Gott überhaupt da ist. Wenn ich dann hierher kam, war es mir dann wieder ganz klar.“

„Ich hatte immer Scheu, vor anderen zu singen, obwohl ich gut singen kann. In diesem Jahr ist mir klar geworden, dass ich diese Gabe für Gott einbringen möchte. Es geht nicht um mich dabei, sondern um Ihn.“

Wir sind sehr dankbar, dass Gott wirkt und handelt, wenn wir Ihn lassen. Ihm sei alle Ehre. Möge Er alle Schüler weiter voranbringen, ihr Vertrauen in seine Vaterliebe wachsen lassen und sie reich segnen! (jm)

Wer Interesse hat, an der Jüngerschaftsschule teilzunehmen ist herzlich eingeladen. Im September beginnt der neue Kurs!

Sturmschaden in Tauscha

Der 12. Juni 2019 wird uns lange in Erinnerung bleiben. Ein heftiger Sturm ist quer durch unser Grundstück gezogen und hat Verwüstung angerichtet. Inzwischen wurde er als Tornado eingestuft. Der Schaden am Haus ist massiv, manches überblicken wir noch gar nicht. An beiden Gebäuden sind Schäden am Dach entstanden. Dachziegel und der First wurden abgerissen. Unser Blechdach wurde durch die einschlagenden Dachziegel verbeult oder mit Löchern übersät. Der eingedrungene Regen hat im Innenbereich seine Spuren hinterlassen. Decken, Wände und Fußböden sind in Mitleidenschaft gezogen. Scheiben und Fenster gingen zu Bruch. Zwei Fahrzeuge sind stark betroffen.

Aber Gott sei Dank sind wir alle gesund. Mehrere Dachziegel, die neben mir (Matthias) auf dem Hof einschlugen, als ich nochmal draußen war, hatten mich um einen halben Meter verfehlt. Gott sei Dank. Jetzt brauchen wir Zeit, Kraft und Geduld bis alles wieder gerichtet ist. Wir hoffen, dass die Versicherung dafür aufkommt und die kompletten Schäden abdeckt.

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturmschaden am Mittwoch laufen gut. In den nächsten Wochen müssen dann verschiedene Arbeiten durch Fachleute erledigt werden. Es wird uns noch eine Weile beschäftigen. 
Wir sind sehr dankbar für alle Bewahrung. Gott hat seine Hand über uns gehalten und er wird uns weiterhin versorgen. Wir vertrauen Ihm.

Als Jesus mit seinen Jüngern über den See Genezareth fuhr, waren sie auch einem Sturm ausgesetzt, sie erlitten Verluste und kämpften sogar um ihr Leben. Doch Jesus hatte es zugelassen, dass sie in diese Lage kommen. Er hat auch dafür gesorgt, dass sie das andere Ufer erreichen und ankommen. Das halten wir jetzt für unsere Situation fest. Er sorgt für uns. Und in dieser Zeit wollen wir nicht ängstlich sein oder kleingläubig. Er hat alles unter Kontrolle und wird sich als Versorger, Tröster und Helfer zeigen. Wir warten auf sein Eingreifen und Handeln.

Wenn ihr gern helfen wollt, dann betet bitte für uns und unseren Dienst. Wir freuen uns auch über Spenden, um die offenen Schäden begleichen zu können. Hierzu könnt ihr unser Spendenkonto nutzen:

OscH e.V.
KD-Bank
IBAN: DE31 3506 0190 1612 3700 16
BIC: GENO D1 DKD
Verwendungszweck „Tauscha“

‎Dzień dobry!-Drei Tage Polen

Am Montag packten wir unser Fahrzeug in Tauscha voll mit Hilfsgütern und machten uns auf den Weg auf die „Farm“bei Warschau, um Maria und Gustaw zu besuchen. Mit ihnen verbindet uns eine langjährige Freundschaft und das gemeinsame Anliegen, dem jüdischen Volk zu dienen. Für den Speiseraum in ihrem Haus haben sie 8 neue, größere Tische bekommen. Außerdem Lebensmittel und Süßigkeiten. Sie freuten sich über die Sachen, denn alles kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Nächste Woche beginnt eine Kinderwoche mit 50 jüdischen Kindern aus der Ukraine, die sie zu Ferien mit der Bibel jedes Jahr einladen.

Unsere weitere Fahrt führte uns nach Krakau, wo wir Irek trafen. Wir planen mit ihm eine gemeinsame Besuchereise nach Israel im nächsten Jahr. Uns verbinden gemeinsame Dienste am jüdischen Volk in der Ukraine. Wir tauschten uns aus und beteten füreinander.

Danke für eure Gebete und Unterstützung in diesen Tagen. Wir brauchen es!

Infobrief Mai 2019

In unserem aktuellen Infobrief geben wir wieder Anteil an den Diensten der letzten Monate.

Inhalt:

  • Hilfs- und Besuchsfahrt nach Moldawien
  • Besuchsfahrt nach Rumänien
  • Jüngerschaftsschule Tauscha
  • Rückblick auf die FET (Familien-Ermutigungs-Tage)

Infobrief Mai 2019

Herzliche Grüße im Namen der Leitung und der Mitarbeiter.

Gern kann dieser Brief geteilt und weitergegeben werden. Wer diesen Brief lieber in Papierform erhalten möchte, meldet sich bitte im Büro in Bautzen. (mm)

Kindertreff Tauscha

Bei herrlichem Sonnenschein erlebten wir hier in Tauscha von gestern bis heute eine wunderbare Kindertreff- Zeit mit 16 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. „Schätze sammeln“ war das Thema, welches sich durch unser bunten Programm zog. Gestern Abend genossen wir das Sitzen an der Feuerschale, Stockbrot und Würstchen lustige Lieder und Spiele. Aber wir dachten auch darüber nach, wie schnell irdische Schätze geraubt, zerstört oder verloren gehen können. Dann erzählten wir den Kindern von den Schätzen, die man nicht sehen kann, die aber ewig bleiben: jemandem helfen oder eine Freude machen oder mutig zu einem anderen stehen, der allein in der Klasse ist und nicht so gemocht wird, sich wieder vertragen und vergeben…
Heute machten wir dann den Wald unsicher, gruben unterwegs im Feld nach Schätzen, im Wasser fischten wir nach wichtigen Hinweisen, hangelten uns alle über den Bach an einer Slackline, legten viele Kilometer zurück und kamen dann nach 3 Stunden müde und doch fröhlich wieder zurück. Ein irdischer Schatz wurde dann doch gefunden von allen motivierten Schatzgräbern. 
Danke an das super Mitarbeiterteam! Macht großen Spaß mit Euch! 
Und herzliche Einladung an alle Kinder, die neugierig geworden sind! Im Herbst gibt´s wieder zwei Möglichkeiten, zum Kindertreff zu kommen! (JM)

Freundestag in Tauscha

„Der Himmel erfüllt mein Herz“- genau das ist aber eine gute Beschreibung für den Freundestag, den wir hier in Tauscha am 18.05.19 feiern konnten. Nach all den verregneten und kalten Tagen waren wir beschenkt mit einem herrlich warmen und sonnigen Wetter. Der Freundestag war eingebettet in ein Wochenende der Jüngerschaftsschule und unsere Schüler haben sich genial eingebracht: Ob in der Küche, an den Spielständen für die Kinder oder bei anderen praktischen Aufgaben- sie halfen, wo es nötig war.

Währenddessen konnten wir hauptamtlichen Mitarbeiter uns ganz unseren Gästen widmen. Es kamen ca. 120 Unterstützer, Beter, Freunde oder auch einfach Interessierte. Das Anliegen dieses Tages war: wir wollen die Bereiche Mission-Osthilfe und die Begegnungsstätte „Ruth“ zusammenbringen und transparent machen, was unser Anliegen hier ist. Wir wünschten uns Gemeinschaft und Austausch mit unseren Freunden und Unterstützern. Bei verschiedenen Bildpräsentationen über unsere Arbeit im Osten konnte sich wer wollte einen Eindruck verschaffen von dem, was dieser Bereich bedeutet. Es gab auch eine Gesprächsrunde, wo wir neben der Ostarbeit auch über die Begegnungsstätte und die erkennbaren Entwicklungen erzählten. 

Bei einem Rundgang, wo man sich unser Gelände und die Häuser ansehen konnte, staunte jemand: „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Hilfsgütertransporte in den Osten in diesen Größenordnungen bewegen“, sagte jemand. Immer wieder wird uns deutlich, dass Gott alles lenkt und dass wir es dringend brauchen, dass seine Liebe unser Herz erfüllt, nicht unser Stolz, unser Ego, sondern Er. Zwischendurch war viel Zeit zum Erzählen.

Wir sind dankbar für die vielen kostbaren Kontakte. Das ist auch ein Hauch vom Himmel- die Gemeinschaft mit anderen Geschwistern. So können wir sagen, dass es ein gelungener Tag war und wir sind herzlich dankbar für alle, denen wir begegnen konnten, alle Ermutigung und Wertschätzung. Wir wollen im Vertrauen auf Gott weiterhin unser Bestes geben und an Ihm dranbleiben und den Himmel in unserem Herz für viele Menschen öffnen.

Kindertreff März 2019

Am vorletzten Wochenende fand hier in der Begegnungsstätte „Ruth“ nach langer Pause endlich wieder ein Kindertreff statt. 18 Kinder hatten sich angemeldet und kamen gespannt, denn: der Kindertreff sollte nicht wie üblich an einem Samstagvormittag stattfinden, sondern von Freitag bis Samstag. Auch für uns Mitarbeiter war es spannend. Martin Gube hatte die Leitung und Planung inne und wurde dann eine Woche vorher so krank, dass sich deutlich abzeichnete, dass wir mit ihm nicht rechnen können. Zwei andere ehrenamtliche Mitarbeiter sagten innerhalb eines Tages zu und kamen zur Unterstützung. Gott hat also wunderbar für uns gesorgt. Wir hatten eine sehr fröhliche und schöne Zeit mit den Kindern. Es ging darum, dass wir Gott vertrauen können und was das eigentlich bedeutet. Wir freuen uns besonders, dass auch immer wieder Kinder kommen, die wenig oder überhaupt nichts von Gott wissen. Knicklichter-Spiele im Dunkeln, Vertrauensspiele in Gruppen, Toben in der Sonne, lecker Burgeressen am Abend, Handpuppenspiele, Geschichten, Singen und auch gemeinsam Übernachten machten die gemeinsame Zeit ganz wunderbar und die Kinder sind begeistert wieder heimgefahren. Wir beten, dass in ihren Herzen die Gewissheit wächst, dass es gut ist, Gott zu kennen und dass sie ihm vertrauen können.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im Mai!

Bild vom Kindertreff im März 2019. Mehre Kinder während eines Wettspiels.
Kindertreff März 2019

Rumänien im Dezember 2018

Mit unserem Transporter voll mit Hilfsgütern und Weihnachtspäckchen verlassen Matthias und ich in Ungarn den Schengenraum. Ein richtiger Grenzübergang mit Beamten und Kontrollen. Hoffentlich kommen wir gut durch. Der Beamte nimmt unsere Ausweise entgegen, wirft uns einen prüfenden Blick zu – und winkt uns durch! Dann wird die Welt ein klein wenig anders, etwas ärmlicher, chaotischer, aber auch etwas herzlicher. Die Häuser in den Dörfern sind klein, bunt und eng aneinandergereiht. Manchmal sieht man einen Brunnen mit Eimer und Kurbel vorm Haus, offensichtlich gerade benutzt. Vor den Häusern verlaufen abenteuerlich aussehende Stromleitungen. Zwischen den Siedlungen liegt weitläufiges Brachland, hin und wieder bevölkert von einer Schafherde mit Hirten. Aber auch in der größten Einöde zeigen unsere Handys LTE-Empfang. Wir fahren quer durchs Land nach Moşna, einem Nachbarort von Mediaş, wo wir Claudiu und Bianca besuchen. Die beiden nehmen Kinder auf, die z. b. gleich nach ihrer Geburt im Krankenhaus zurückgelassen worden sind. Aktuell wohnen bei ihnen sieben Kinder. Claudiu und Bianca sind voller Freude und Energie. Sie kümmern sich nicht nur um ihre aufgenommenen Kinder, sondern unterstützen auch Leute in ihrer Umgebung, u. a. Roma-Familien. Wir lassen einige Hilfsgüter bei ihnen.

Dann durchqueren wir Siebenbürgen in Richtung Osten und erreichen den ungarisch bevölkerten Landkreis Harghita. Unser Ziel: das Harghita Christian Camp in der nähe von Vlăhiţa. in den Karpaten liegt eine geschlossene Schneedecke; wir sehen Kinder den Skihang hinabsausen. Im Camp besucht uns ein Pastor einer Pfingstgemeinde nahe der moldawischen Grenze. Er kümmert sich auch um Roma-Familien. Da wir noch nicht alle unsere Weihnachtspäckchen verplant haben, geben wir ihm einige zum Verteilen mit. einen der Höhepunkte unserer Reise erleben wir am folgenden Tag. im Kulturhaus von Vlăhiţa versammelt sich am Vormittag die komplette örtliche Grundschule. Zuerst führen junge einheimische Christen ein Handpuppenspiel für die Grundschulkinder auf. es geht um die Weihnachtsgeschichte. Anschließend spielt der Flötenkreis der Grundschule und es gibt noch einen Tanz: „Rudolph, the Red Nosed Reindeer“ auf Ungarisch. Dann verteilen wir 340 Weihnachtspäckchen an die Kinder.

An unserem letzten tag in Rumänien besuchen wir Joachim und Christiane Lorenz, ein Thüringer Pfarrerehepaar, das seit über 25 Jahren in Rumänien lebt und in Siebenbürgen evangelische Kirchgemeinden betreut. Wir schauen auch bei Ilse Totea vorbei, einer Siebenbürger Sächsin, die Roma-Familien unterstützt. Wir übernachten bei Thomas und Rosina Depner (85 und 78 J.). schon während des Kommunismus gaben sie an bedürftige Landsleute Kleidung und Lebensmittel weiter, aber auch geschmuggelte Bibeln. Wir laden Weihnachtspäckchen und andere Dinge bei ihnen ab. sie wollen daraus Geschenke für das örtliche Altersheim zusammenstellen – nicht nur für die alten Leute, sondern auch für die Pfleger. beim Abendessen ruft ein Pfarrer aus dem Donaudelta bei Thomas und Rosina an. er kommt in den nächsten Tagen, um Hilfsgüter für seine Gemeinde abzuholen.

Mir geht noch ein Satz von András nach, einem unserer Kontaktleute in Oradea:„nach der Wende kamen viele Hilfsorganisationen. Die meisten von ihnen sind nach zehn Jahren wieder gegangen, obwohl es in Rumänien immer noch große Probleme gibt. Ihr seid geblieben. (Martin Gube)

Quartalstreffen der Olivenbaum-Gemeinschaft/Polen

Jeweils im Januar findet das erste Quartalstreffen der Olivenbaum-Gemeinschaft auf der „Farm“ in der Nähe von Warschau statt. Unsere polnischen Geschwister laden dazu Vertreter aus anderen benachbarten Ländern ein, die mit ihnen durch den Dienst am jüdischen Volk verbunden sind.                                 

 In diesem Jahr waren ca. 65 Personen beieinander, darunter Vertreter aus sieben Nationen.Das Wochenende startete mit einer gemeinsamen Schabbateröffnung. Der Abend war mit Austausch, Zeugnissen und Berichten, sowie gemeinsamen Gebet gefüllt. Das Musikerehepaar Paulina und Szymon Stateczni leitete immer wieder unser Singen während des Wochenendes.Die geistlichen Einheiten lehnten sich an die Wochenlesungen an, die aus einer 400 Jahre alten Thora-Rolle gelesen wurden. Wieviel silberne Zeigefinger sind wohl in dieser Zeit über den Text geführt worden? Und ist uns bewußt, dass Jesus auch genau den gleichen Text gelesen hat?Desweiteren gab es ausführliche Berichte über die Dienste der Olivenzweigarbeit, die inzwischen von einer Vielzahl von jungen und auch bewährten ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und getragen werden.Was macht diese Dienste aus?- Grundsätzlich ist es ein Dienst von Geschwistern aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden, die dem Volk der Juden nahe sein wollen, den jüdischen Geschwistern zur Seite stehen und ihre Bedürfnisse ausfüllen möchten. Von Anfang an ist es ein Dienst, der die Alija nach Israel befördert und unterstützt. Während der Zeit des „kalten Krieges“ nutzten viele Juden Osteuropas die Reisefreiheit nach Polen, um von hier aus die Ausreise nach Israel zu bewerkstelligen. Zu „Ferien mit der Bibel“ wurden Holocaustüberlebende eingeladen, um ihnen gute Tage in ruhiger Umgebung und liebevoller Zuwendung zu ermöglichen. Dabei ging es darum, den Leuten Zeugnis über ihren Gott, den Gott Abrahams Isaaks und Jakobs nahezubringen. Zu Kindercamps wurden in Absprache mit den jüdischen Gemeinden Kinder aus Weissrussland oder der Ukraine eingeladen, in denen dieses Anliegen ebenfalls im Vordergrund stand. Jüdische Kultur, Geschichte und biblisches Grundwissen wurde altersgerecht vermittelt. Zumeist kamen die Kinder auch aus Tschernobyl-geschädigten Regionen, so dass es für die Kinder auch einen gesundheitlichen Aspekt hatte, in gesunder Umgebung Urlaub zu genießen.- Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit ist es, Kirchen und Gemeinden in Osteuropa zu besuchen und über die Bedeutung des Volkes Israel zu lehren, Kontakte zu den Synagogen und jüdischen Organisationen herzustellen und die Gemeinschaft zwischen Christen und Juden zu befördern. Aus unserer Kenntnis hat dieser Dienst apostolischen und prophetischen Charakter. Durch die letzten Jahre wurden eine Vielzahl von Lebenszeugnissen und Lehrbücher ins Polnische übersetzt und verlegt, auch Israelkalender, aus denen die jüdischen Feiertage ersichtlich sind. Auch geführte Israelreisen wurden organisiert, zu jüdischen Festen Feiern veranstaltet oder am Marsch des Lebens mitgewirkt.Immer wieder erlebten wir, wie uns Gustaw (Leiter der Farm) bei Begegnungen sagte, welches Geschenk für sie die Gemeinschaft mit uns bedeutet. Niemals hätten sie sich vorstellen können, dass nach dem Geschehen der schuldbeladenen Vergangenheit Leute aus Polen, Deutschland und Israel in dieser Weise Gemeinschaft erleben. Obwohl sie ein prophetischer Eindruck durch Schwester Yael aus Jerusalem im Jahre 1988 darauf vorbereitet hatte. In diesem Jahr diente uns diese Schwester Yael aus Jerusalem mit der Auslegung der Wochenlesung (Parascha) und mit aktuellen Informationen aus Israel.Seit über 20 Jahren unterstützen wir die Dienste der Olivenzweig-Gemeinschaft in personeller, materieller und finanzieller Weise. Darum freuen wir uns sehr über Spenden, mit denen wir auch zukünftig helfen können.Monatlich gibt die Arbeit einen Gebetsbrief heraus, der auch in deutscher Sprache erhältlich ist. Man kann ihn beziehen über folgende Email-Adresse:drzewo-oliwne@wp.pl  In diesem Gebetsbrief findet man auch die jeweiligen Schabbatlesungen. Die Website ist zu erreichen über: http://drzewooliwne.com.pl

1995 lernten wir die Initiatorin und Mitbegründerin der Gemeinschaft, Halina Ostik, kennen. Wir  waren damals eine 12-köpfige Gruppe der Kiwo-Arbeit, die in Warschau auf dem Weg nach Minsk/Weißrussland Station machte und bei der weißrussischen Botschaft Visa beantragte. Schwester Halina, damals im Alter von 76 Jahren, beeindruckte uns alle in besonderer Weise, geistlich und natürlich. Sie war einfach up-to-date! Bei der Verabschiedung legte sie uns noch eindrücklich nahe, dass wir für unsere Arbeit unbedingt die Kommunikation per „E-Mail“ brauchten, was damals für uns noch kein Thema war…
Am 13. Januar dieses Jahres vollendete Schwester Halina ihr 100. Lebensjahr. Aus diesem Grund gab die Gemeinschaft eine Ausarbeitung der Jubilarin aus dem Jahr 1991 heraus, die zeitlos aktuell ist und im Januar-Gebetsbrief der Olivenbaumgemeinschaft abgedruckt ist.             

UNSER  „ÄLTERER BRUDER“ „…Warum nennen wir Israel unseren älteren Bruder? Eben, weil allein Gott den Vorrang dem Alter nach Israel unter den Völkern bestimmte, und es „den erstgeborenen Sohn“ nannte (2.Mose 4,22), trotzdem Israel eins der jüngsten Völker ist. Wahrlich, seine Geschichte zählt bis vier tausend Jahre (um drei tausend Jahre länger als die polnische Geschichte!), jedoch Israel wurde ein Volk in der Zeit, als schon viele altertümliche Völker und Zivilisationen bestanden. Gott nannte Israel seinen „Erstgeborenen Sohn“ zur Zeit, da in der Welt das System der Patriarchen herrschte, in dem die Erstgeburt mit besonderen Verpflichtungen und Privilegien verbunden war. Nach dem Tode des Stammesfürsten übernahm der älteste Sohn seinen Platz und führte alle Sachen seiner jüngeren Brüder. Gott kann natürlich das gewohnte Recht ändern und kann das Ältestenrecht dem jüngeren erteilen. Wir kennen zwei solche Fälle, wo Gott das Erstgeburtsrecht dem jüngeren Sohn erteilte. Esau erhielt nicht den Segen, der dem Erstgeborenem zustand, aber Jakob –  der Zwillingsbruder, der als zweiter geboren wurde. Jakob gebrauchte die List, um den Segen zu erschmeicheln; was gar nicht nötig war, denn die Verheißung, die Gott schon früher gab, lautete, „der ältere wird dem jüngeren dienen, d.h. ihm untertan sein“ (1.Mose 25,23), die Hinterlist verspätete nur den Segen, der dem Jakob vorgesehen war. So ähnlich war es mit den Söhnen Josefs. Jakob, erfüllt mit dem prophetischen Geist (Heiligem Geist), erteilte nicht den Segen der dem älteren, Manasse, vorgesehen war, aber dem jüngeren, Ephraim (1. Mose 48,17-19). Die Nachkommen Ephraims waren Gott treuer, als die Nachkommen Manasses. Die Nachkommen Jakobs bildeten den Anfang des Volkes Israels, die den allerhöchsten Gott verehrten. Die Nachkommen Esaus waren Heiden, die in den Augen Gottes „ekelhafte Taten“ vollbrachten. Erst im VII Jahrhundert n. Chr. wurden sie Bekenner eines Gottes, aber nicht des Gottes Israels. Die Nachkommen Esaus sind Araber, die den Islam verehren – eine Religion, weit entfernt von der, die Israel, den Nachkommen Jakobs, offenbart ward. Gott sah ihr Verhältnis zur Wahrheit voraus, die Gott der Welt offenbaren wollte, darum entzog er Esau das Erstgeburtsrecht und gab es Jakob. So ähnlich ist es in der Völkergemeinschaft, in der jedes Volk ein Sohn Gottes  und Gegenstand der Fürsorge Gottes ist. Gott erwählte für sich das „jüngere“ welches das Erstgeborene sei unter den Brüdern. Im Altertum war Israel das einzige Volk, das die Gesetzgebung von Gott erhielt, das durch Propheten Gottes Anweisungen entgegennahm und Gott als seinen König anerkannte. Darum erteilte Gott ihm den „Vorrang“ über die Völker und nannte es „Anführerder Völker“ (Jer 31,7).  Aus dem Kontext dieses Verses geht hervor, dass Gott die Völker aufruft, in der Zeit der Zusammenführung des zerstreuten Israels in das verheißene Land,  sich mit Israel mitzufreuen, dass das Los des unglücklichen Jakobs sich verändert hat. „So spricht der Herr: Siehe, ich werde das Geschick der Zelte Jakobs wenden und seiner Wohnstätte mich erbarmen…Am Ende der Tage werdet ihr es recht verstehen…Denn also spricht der Herr: Frohlocket mit Freuden über Jakob, jauchzet über das erste der Völker!Verkündet es, lobsinget und sagt: Geholfen hat der Herr seinem Volke, dem Rest Israels! Siehe, ich führe sie heim aus dem Lande des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde…als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. Mit Weinen kommen sie und unter Flehen; ich werde sie leiten…denn ich bin Israels Vater geworden und Ephraim ist mein Erstgeborner. Höret das Wort des Herrn, ihr Völker…! (Jer 30-31).Mit ganzer Gewissheit, erst jetzt, in unseren Tagen, kehrt Israel zurück „in großer Gemeinde“, bis aus hundert Landen, bis „vom Ende der Welt“ ins Land, von Gott ihm vorgesehen. Wenn vor unseren Augen sich die Verheißung erfüllt, so muss ebenso für uns die Benennung aktuell sein „Anführer der Völker“, mit anderen Worten „älterer Bruder“ in Bezug zum heutigen Israel. Der Apostel Paulus vergewissert uns, und das nicht vor der Kreuzigung, sondern nach der Kreuzigung des Heilandes, dass Gott seine Wahl nicht zurückzog. Denn „…in Hinsicht auf die Erwählung (sind sie) Geliebte um der Väter willen. Denn Gott kann seine Gnadenverheißungen und  seine Berufung nicht gereuen“ (Rö 11,28-29). Wie konnte es geschehen, dass unter Christen die Ansicht verbreitet ist, dass nach der Kreuzigung Jesu, Gott seine Gnade Israel entzog und es verwarf? Die ersten Christen, die noch durch die Apostel des Herrn Jesus gelehrt wurden, wussten sehr gut, „Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zum Voraus ersehen hat“ (Rö 11,1-2). Unter keinen Umständen  (Gal 2,7) hätte sich der Apostel Petrus als Apostel „unter den Beschnittenen“ (d.h.Juden) ansehen können, wenn er geglaubt hätte, dass Gott die Juden von seiner erlösenden Gnade ausgeschlossen hat. Im Gegenteil, Die Apostel waren der Ansicht, das Evangelium: „Ist eine Kraft Gottes zum Heil einem jeden, der (daran) glaubt, dem Juden zuerst und auch dem Griechen“ (Rö 1,16).     Leider warf im Mittelalter die Kirche den Bann auf das Volk Israel, als ob in dieser Weise alle Pogrome und Verfolgungen, welche die Juden in christlichen Ländern erdulden mussten, gerechtfertigt  wären. Es ist schwer zu glauben, aber es ist Tatsache, dass der Bann sich bis in unsere Zeiten hielt. Erst im Jahre 1964, auf dem II Konzil im Vatikan wurde er aufgehoben und in demselben Jahr besuchte der Papst Paul VI, die „Heilige Erde“. Der Bann war verbunden mit unbiblischen Ansichten, die besagten, dass Gott Israel verworfen und seine Gnade ihm entzogen hätte. Diese Ansicht durchdrang das Christentum bis zu diesem Grade, dass sie auch in protestantischen Kreisen angenommen wurde. Ausdruck dessen ist die neue polnische Ausgabe der protestantischen Bibel. Im Titel eines Abschnittes, des Briefes an die Römer (Rö 9,30-33) lesen wir nämlich: „Die Gründe der Verwerfung Israels“, obwohl im Inhalt die Rede nur über den Abfall Israels ist und im folgenden Kapitel betont der Apostel stark, dass „Gott sein Volk nicht verworfen hat“. Israel ist weiterhin der „ältere Bruder“ in der Völkergemeinschaft. Und wenn es noch irrt (und welches Volk irrt nicht?) so ist es kein Grund, dass wir es nicht sehen wollen, verurteilen, verächtlich oder nicht beachtend uns gegenüber ihm verhalten, so wie es die Welt tut. Wir Christen sollten uns um ihr Heil sorgen, um so mehr, da wir Christen hauptsächlich Schuld daran sind, dass es ihnen so schwer ist, Christus anzunehmen. Durch 20 Jahrhunderte lebten die Juden in der Zerstreuung. Niemand, weder Heiden noch Moslems setzten ihnen so viel zu wie wir Christen.     

Unser „älterer Bruder“, dem wir unsere Erlösung verdanken (Joh 4,22; Rö 11,11-12), braucht unsere Gebete, Liebe und Hilfe.

„TRÖSTET; TRÖSTET MEIN VOLK“  (Jes 40,1) – ruft Gott.  Halina P. Ostik

Stillewochenende Februar 2019

Nach unseren Stilletagen fand bei uns vom 01.-03.02.2019 das erste Stillewochenende statt. Es stand unter dem Thema „Was willst du, das ich dir tue.“. Fünf Teilnehmer ließen sich auf die Stille ein. Dazu gab es verschiedene biblische Impulse, eine Sonntagsbegrüßungsfeier, einen Malworkshop und einfach viel Zeit dazwischen zum Ruhen, Spazieren gehen, zur Begegnung mit Gott. Dankbar war ich, dass Bruder Friedemann Kuppler, ein Gnadenthaler Bruder mit mir zusammen durch das Wochenende führte. Ich hatte den Eindruck, dass alle in der Stille angekommen waren  und auch etwas für ihren Alltag mit heimnehmen konnten.

Eure Margit

Teilnehmer des Stillewochenendes
Stillewochenende – Impressionen