Wie geht es eigentlich…

Wie geht es eigentlich…

  • Thomas und Rosina Depner?

Wir stehen in regelmäßigem telefonischem Kontakt. Als Familie Mühlbauer zum Urlaub und Besuchsdiensten im August in Rumänien waren, hatten sie auch vor, auf der Rückreise die beiden zu besuchen. Doch wenige Tage zuvor erzählte mir Rosina am Telefon, dass ihre im Ort wohnenden Kinder sich mit eindeutigen Corona-Symptomen in häuslicher Quarantäne befinden würden. Daraufhin verzichteten Mühlbauers vorsichtshalber auf diesen Besuch. Es erwies sich als die richtige Entscheidung, denn kurz darauf meldeten sich die Kinder mit der Nachricht, dass beide Eltern sich in kritischem Zustand im Krankenhaus befinden würden. Und sie baten um Fürbitte. Dem kamen wir gern nach und waren dankbar, dass sie nach zwei Wochen das Krankenhaus verlassen durften. In dem ersten Telefongespräch erzählten sie mir von der Dramatik ihrer Erkrankung, von den schwierigen Bedingungen des Krankenhauses, aber auch von dem glücklichen Umstand, gemeinsam in einem Zimmer untergebracht worden zu sein. So konnte Rosina ihrem Mann in seinem viel schwierigeren Zustand zur Seite sein und die beiden vor allem miteinander beten. Sie sagten mir, dass sie beide auch bereit waren, abgerufen zu werden. Voller Dankbarkeit leben sie nun wieder zu Hause und lassen alle grüßen, die für sie gebetet haben.

  • Ilja und Liuba Altmann?

Es zeichnete sich schon Anfang des Jahres ab, dass die beiden aus Alters- und gesundheitlichen Gründen keine weiteren Besuchsreisen nach Moldawien und Transnistrien unternehmen können. Sowohl für sie als auch für uns war es nach 20-jährigem gemeinsamen Dienst einerseits ein sehr schmerzliches Realisieren, andererseits aber auch ein dankbares Zurückschauen und Festhalten der von Gott geschenkten Möglichkeiten. Seit Anfang des Jahres haben Maria und ich die beiden dreimal in Potsdam besuchen können.

Sie stehen in regelmäßigem Telefonkontakt mit ihren Kindern und Freunden in Moldawien.

Mit Beginn der Corona-Krise schloss Moldawien seine Landesgrenzen. Damit war uns auch die Möglichkeit genommen, finanzielle Mittel zur weiteren Unterstützung der sieben jüdisch-messianischen Gemeinden in Moldawien und Transnistrien (die von Altmanns auf ihren Reisen besucht wurden) im Frühjahr (ohne Altmanns) persönlich zu überbringen. Wir hatten gehofft, im Herbst reisen zu können. Doch auch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. So bleibt der Kontakt sporadisch auf Mails oder WhatsApp (vor allem zu den jüdischen Feiertagen) beschränkt. Doch vor allem durchs Gebet wollen wir füreinander einstehen und möchten auch Euch gerne Mut dazu machen. Die Not für die zumeist alten und kranken Geschwister ist auf dem Hintergrund unserer Krankenversicherung und unseres Gesundheitswesens kaum nachvollziehbar. Erst recht, wenn die Versorgung von Alleinlebenden durch die Quarantänemaßnahmen gefährdet ist.

Sowie die Grenzen passierbar sind, würden wir gerne zumindest finanzielle Unterstützung an die Geschwister geben wollen. Darum laden wir gerne ein, auf unser dafür eingerichtetes internes „GILA-Konto“ zu spenden.

1.10.2020    Johannes Steinmüller

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